Verwandlung durch Quarantäne?

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Gerade ist es Frühling geworden, die Kirschblüte war sehr schön, und das Büro von DZGO ist umgebaut worden. Dann: Corona in Osaka. Sich möglichst wenig nach draußen begeben. Aber was heißt das nun konkret? Freiwillige Selbstisolation, und zwar 24 Stunden lang? Jogging in den eigenen vier Wänden? Oder gar nicht mehr aus dem Bett aufstehen?

Bei diesen Gedanken fühlte ich mich unweigerlich an Kafkas “Die Verwandlung” erinnert. Hier erwacht die Hauptfigur Gregor eines morgens in seinem Bett und ist plötzlich nicht mehr ein Mensch, sondern ein Ungeziefer, d.h. etwa ein Insekt oder Käfer.

Zunächst beobachtet er sein Zimmer von seinem Bett aus. Dann – nach einigen erfolglosen Ausbruchsversuchen – findet er sich schließlich in die Lage und krabbelt fast vergnügt im Zimmer herum; dabei krabbelt er über die Wände und sogar bis an die Decke.

Ist man einmal isoliert, wie Gregor, dann fallen einem überraschenderweise viele Dinge ein, die man tun könnte: im Bett liegen und Serien schauen; oder das eigene Zimmer betrachten, mit dem Blick dabei über alle Wände wandern; oder ein wenig Sport; oder Deutsch lernen usw.

Oder vielleicht etwas lesen?

Ich kann für diese Zeit übrigens die Lektüre der „Verwandlung“ empfehlen. So könnte man nicht nur das eigene Leben, sondern auch das eigene Zimmer mit ganz anderen Augen betrachten lernen. Wenn einen nicht das Verlangen überkommt, an der Decke herumzukrabbeln.

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