Französisch und Deutsch?

ディーゴの哲学

„Nehmt ein englisches Wort, sprecht es ein wenig verändert aus – und schon habt ihr ein japanisches Wort.“

Mit dieser Erklärung hat mir einst mein Japanischlehrer das Wort キャッシュカード beigebracht.Im Japanischen gibt es nämlich zuhauf sogennante 外来語, d.h. Lehnwörter, die oft aus dem Englischen (バッグ, フレンドリー, プラスチック) übernommen wurden.

Aber gibt es eigentlich auch im Deutschen Wörter, die eigentlich aus anderen Sprachen gekommen sind?

Unweigerlich fallen einem dabei die vielen Lehnwörter aus dem Französischen ein. Seit etwa dem 18. Jahrhundert finden ursprünglich französische Wörter in Deutschland mehr und mehr Verwendung.

Da im alltäglichen Sprachgebrauch intuitiv verwendet, haben diese Wörter ihren fremden Klang längt abgelegt und sind mittlerweile fester Bestandteil der deutschen Sprache geworden.

Das vor allem in Mittel- und Süddeutschland oftmals verwendete Wort „Trottoir“ stammt eigentlich aus dem Französischen. Dort bedeutet „le trottoir“ soviel wie Bürgersteig; die Bedeutung hat sich also nicht verändert. Im Deutschen verwendet man natürlich die Wörter „Bürgersteig“, „Gehweg“ oder „Fußgängerweg“, aber daneben eben auch „Trottoir“.

Weit häufiger hört man hingegen das Wort „Portemonnaie“, ursprünglich ebenso aus dem Französischen. „Le porte-monnaie“ oder „le portemonnaie“ heißt auch hier „Geldbörse“ oder „Brieftasche“.

Unabhängig von Region oder Dialekt, verwendet man wohl überall in Deutschland das Wort „Garage“, wenn man beispielsweise sein Auto abstellen möchte. „Garage“ heißt übrigens auch im Französischen „Garage“, aber auch „Kfz-Werkstatt“ oder „Autowerkstatt“.

Auch darüber hinaus gibt es noch weitere französische Lehnwörter:

Terrain: Dieser Bereich ist gefährliches Terrain. (Das ist gefährliches Gebiet)

Memoiren: Ich schreibe jetzt an meinen Memoiren. (Ich schreibe meine Biographie)

Fasson: Jeder macht das nach seiner Fasson. (Jeder macht das, wie er will)

À la: Das ist ein Schnitzel à la Mama. (Das Schnitzel ist wie von Mama gekocht)

Resümee: Ich fasse noch einmal alles im Resümee zusammen. Ich resümiere alles am Schluss. (Ich fasse zusammen)

Crême de la crême: Das ist die crême de la crême der Filme. (Das ist eine Auswahl der besten Filme)

jmd. brüskieren:  Ich brüskierte ihn mit meinen Worten. (Jemanden verärgern)

sich echauffieren: Ich echauffiere mich über die Benzinpreise. (Ich rege mich auf)

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